Mein Großonkel und Großtante aus Amerika
William Baer aus LA Amerika |
Verh. ? |
Emma Baer geb. Külper geb. etwa 1893 |
Peter Külper, und Jakobine Holst, sind die Eltern von meiner Großtante Emma
Deren Tochter ist Tante Wilma Atlas
geb. Baer, geschieden und wieder neu verheiratet, wobei mir der neue
Name nicht bekannt ist.
Sie ist etwa 1928/29 geboren.
Großonkel
William Baer ist in der Mitte des Fotos zu sehen. Direkt rechts vor
ihm aus gesehen in der ersten Reihe
ist
seine Tochter auf dem Schoss seiner Frau Emma, geb. Külper. zu
Besuch in Pinneberg
Tante
Emma und Onkel William aus dem wilden Westen Amerikas, habe ich als
Kind bei Oma Lorenz kennengelernt aber habe kaum noch Erinnerungen
daran. Beide waren sehr nett zu mir und er hat mir auch sein Patent
vorgeführt. Es handelte sich dabei um zwei rechteckige Rahmen, die
mit Distanz-Stücken übereinander angeordnet waren. Die vier Seiten
waren zum besseren Verstauen bzw. Transportieren mit Gelenken
versehen, so dass es sich in ein längliches relativ flaches Gebilde
von ca. 20 x 5 x 5 cm verwandelte. Das Patent diente zum Aufbewahren
und Aufstellen von Bohrern mit den Größen von geschätzt 1 bis 10
mm Durchmesser. Der obere Rahmen hatte die nach Größe angeordneten
Löcher, während das untere Blech logischerweise geschlossen war. Ob
er damit Kasse machen konnte, ist mir nicht überliefert. Dass er
Geld hatte, Oma Lorenz sprach von reich, begründete sie damit, dass
er ein Haus hatte, das die Stadt LA/Kalifornien ihm für viel Geld
abkaufen musste, weil dort eine Straße gebaut werden sollte. Womit
sie sonst ihr tägliches Brot verdient haben, kann ich nicht sagen.
Als sie wieder abreisten, haben wir auf dem Vorland, heute Gorch
Fock-Park, gestanden und gewinkt. Sie fuhren mit der „Italia“,
einem damals schon nicht mehr ganz taufrischem Passagierdampfer
zurück. Ich habe nie wieder etwas von ihnen gesehen oder gehört.
Von dem Dampfer habe ich jetzt erst endlich ein Bilder bekommen. So haben wir ihn auch vom Vorland aus, heute Gorch Fock-Park, die Elbe abwärts fahrend sehen.
Tante Wilma, deren Tochter, habe ich auch nur schwach in Erinnerung. Sie haben, anlässlich eines anderen Besuches, bei uns im Wittmunderweg übernachtet als sie und ihr erster Mann zu Besuch waren. Auffallend waren ihre roten Lippen. Deutschland war einfach noch nicht so weit und mein Vater sagte dazu, dass wenn sie morgens Hunger hat, sie sich nur ihre Lippen ablecken bräuchte. Mit anderen Worten, es muss sich, nach Ansicht meines Vaters, um einen beachtlichen Belag gehandelt haben. Mir ist nur die Stimme ihres geschiedenen Mannes in Erinnerung geblieben. Von seiner amerikanischen Aussprache konnte ich damals nicht genug bekommen. Später habe ich gehört, dass sie sich wegen ihrer Kinderlosigkeit scheiden lassen haben. Ihren zweiten Mann habe ich nicht kennen gelernt und dass sie noch mal in Weihe war, habe ich auch nicht mitbekommen.
Von links: Tante Wilma, die Tochter von Großtante Emma und Großonkel William aus Amerika, Anne - Käthe Rix, meine Mutter, Berta Rix geb. Fock, mein Vater, in Weihe vorm Haus.
Berta Rix geb. Fock und Tante Wilma.